Grenadine, Garza oder Schlinger
Speerspitze der klassischen Krawattenmode

Grenadine, Garza oder Schlinger

Auf den ersten Blick hat man den Eindruck, dass es sich um gestrickte Seide handelt, wenn man zum ersten Mal mit diesem Phänomen in Kontakt kommt. Es handelt sich aber viel mehr um gewebte Seidenware.
In der Welt der Herrenaccessoires werden aus diesem Stoff Träume gemacht. Die unverwechselbare Struktur dieses Gewebes begeistert Kenner schon immer und sollte in keiner gut sortierten Krawattensammlung fehlen. Weltweit gibt es überhaupt nur noch zwei italienische Webereien, die diesen Stoff teilweise auf sehr altehrwürdigen Webstühlen aus den 1920er Jahren weben. Schon der Zeitaufwand von einer Stunde, um von diesem stark texturierten Gewebe einen Meter zu weben ist beeindruckend, wo doch in der gleichen Zeit von einem normalen Seidenstoff leicht die dreifache Menge fertiggestellt wird.
Dieser Krawattenstoff  heißt auf deutsch „Schlinger“, auf italienisch „Garza“  und auf französisch „Grenadine“ meint aber immer den oben beschriebenen Stoff. Wer diese Krawatte trägt, zeigt dem interessierten Betrachter eindeutig, dass ihm ein Connaisseur der klassischen Herrenmode gegenübersteht.

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